Was tut sich in der APS?

APS-Kongress in Würzburg um ein Jahr verschoben! 
Neuer Termin: 01. bis 04. Mai 2022

zukunftssicher
Wenn Angst und Polarisierung auf Hoffnung und Liebe treffen

Inzwischen stehen die nächsten beiden Kongresse der APS fest: 

Vom 1. bis 4. Mai 2022 (neu: wir beginnen an einem Sonntagabend!) findet in Würzburg unser bereits für 2021 geplanter Kongress statt.

Inzwischen haben wir alle Referentinnen und Referenten kontaktiert. Glücklicherweise können die weitaus meisten auch diesen neuen Termin möglich machen. Eventuelle Lücken werden wir natürlich noch füllen.

Um wieder im bisherigen Rhythmus der ungeraden Jahre zu sein – in den geraden Jahre finden normalerweise der Christliche Gesundheitskongress und der Kongress des Weißen Kreuzes statt – soll der übernächste Kongress auch im Dreijahresabstand stattfinden:
Vom 04. – 07. Juni 2025. Ebenfalls im Congress Centrum Würzburg (CCW).



 

Mitgliederversammlung am 9. Oktober 2020

Wichtigster Punkt war die Vorstands-Ergänzungswahl. Derzeit hat der APS-Vorstand vier Mitglieder, von denen drei entweder zum Ende der Amtsperiode April 2021 oder nach einer noch zu vereinbarenden Übergabezeit mit den neuen Vorständen ausscheiden. Insofern wird die reguläre Vorstandswahl bei der Mitgliederversammlung 2021 einen erheblichen Wechsel bedeuten. Weil wir satzungsgemäß bis sieben Vorstandsmitglieder haben dürfen, entschieden wir uns für eine Ergänzungswahl jetzt schon ein Jahr eher, um einen besseren und kontinuierlicheren Übergang zu gewährleisten. Ziel ist, auf längere Sicht einen stärker besetzten Vorstand mit sechs bis sieben Mitgliedern zu haben.

Mit jeweils großer Stimmenmehrheit gewählt wurden: Rolf Gersdorf und Dr. Matthias Burhenne.

Sie stoßen zum bisherigen Vorstand bestehend aus Martina Kessler, Rolf Senst, Olaf Kormannshaus und Martin Grabe. Schön, dass wir diese gemeinsame Zeit jetzt haben.

 

Neustart der bewährten Arbeitstagung „Empirische Forschung zu Glaube, Psychotherapie und Seelsorge“

Mit dem Slogan „Es weht ein frischer Wind durch die Forschungslandschaft...“ hatten wir als erweiterter Trägerkreis zum Neustart der mittlerweile 22. Tagung am 9./10. Oktober nach Marburg eingeladen. Unser Gastgeber war die Evangelische Hochschule Tabor.

Trotz einer Corona-bedingt großen Planungsunsicherheit konnte die Tagung glücklicherweise stattfinden – unter klarem Hygienekonzept natürlich.

Am Freitagabend erwartete uns ein hochkarätiger Eröffnungsvortrag des bekannten österreichischen Religionssoziologen Prof. Paul Zulehner. Wir erlebten ihn live per Video aus Wien zum Thema „Religion und Liebe“. Beide Begriffe haben zentral mit Beziehung zu tun, so auch sein Vortrag. Mit dem Fokus „Religion lässt uns werden was wir sind – Liebende“ faszinierte er seine Zuhörer nicht nur mit seinem profunden Wissen zum Thema. Neben seinen ganz aktuellen international angelegten Forschungen zu Auswirkungen der Corona-Pandemie imponierten und erfrischten auch seine Vitalität und Menschlichkeit.

„Gänzlich Liebe werden“ als optimale Entwicklungsmöglichkeit der Schöpfung sah Paul Zulehner bedroht von der allgegenwärtigen Angst als Feind der Liebe. „Öffnet Religion einen Raum, indem wir werden, was wir sind, Liebende? Und ist dies für alle Welt sichtbar?“ Um in der Angst bestehen zu können, gab unser Redner einen zentralen Schlüssel als Antwort weiter: Die Entscheidung zum Vertrauen, spirituell gegründet auf die Liebe Gottes in Christus Jesus. Der rege Austausch unter den Teilnehmern mit Fragen an den Referenten fand seine Fortsetzung schließlich noch im kleineren Kreis; dort konnten auch persönliche Beziehungen neu geknüpft oder gepflegt werden.

Der Samstag hatte es dann in sich! Ganze 6 Vorträge wurden geboten und mussten „verdaut“ werden: Am Vormittag die „State of the Art - Beiträge“ etablierter Forscher aus dem Trägerkreis der beteiligten Institute der Arbeitstagung; nach der Mittagspause dann das Pendant zu den Themen des Vormittags mit der Vorstellung empirischer Studien von Nachwuchswissenschaftlern.

In seinem Vortrag „Spiritualität wirkt, nur die Dosis macht’s“ nahm Prof. Stefan Huber von der Uni Bern Bezug auf seine langjährige empirische Forschung zu Zentralität und Inhalt der Religiosität. Was das praktisch beinhaltet, illustrierte PD Dr. med. Herbert Scheiblich dann noch mit einer klinischen Fallstudie zur spirituellen Intervention.

Ebenfalls im Feld der empirischen Forschung zum religiösen Konstrukt-System ist die Online Studie „Gottesbeziehung bei interreligiösen Paaren“ angesiedelt. Als Ergebnis dieser Studie am Institut für empirische Religionsforschung in Bern kann vorsichtig formuliert werden: Die Gottesbeziehung ist eine Ressource in der Paarbeziehung.

Kann man „Dankbarkeit“ trainieren? Dazu gab Prof. Henning Freund einen kompakt gehaltenen Einblick in seine empirischen Untersuchungen: Als unerwartetes Ergebnis der Studie scheinen „niedrig Religiöse“ klinisch am meisten vom Dankbarkeitstraining profitiert zu haben. Auch in einer psychologischen Masterarbeit, durchgeführt an der Klinik SGM Langenthal/Schweiz, konnte „Dankbarkeit“ als möglicher Prädiktor für eine Verbesserung des Therapieergebnisses in Betracht gezogen werden.

In ihrem Vortrag zum Thema „Die Bindungsbeziehung zu Gott – ein dynamischer Wirkfaktor in der Therapie?“ stellte Dr. Sonja Friedrich-Killinger spannende Zusammenhänge zwischen der Sensitivität von Bezugspersonen und den sensitiven Beziehungserfahrungen in der Gottesbeziehung dar.

Als Fazit der Tagung kann ein ausgeprägter Bedarf an fundierter empirischer Forschung zu „Glaube, Psychotherapie und Seelsorge“ festgehalten werden. Auch das grundsätzliche Interesse an entsprechenden weiteren Tagungen mit etablierten Forschern und Nachwuchswissenschaftlern wurde deutlich geäußert. Das Feedback des Teilnehmerkreises zum Konzept und der Durchführung der Tagung war durchwegs positiv.

Mit der Erweiterung des Trägerkreises um verschiedene Institute haben wir eine Plattform etabliert, auf der empirische Forschung durchgeführt sowie der wissenschaftliche Austausch darüber auf breiter Basis gefördert wird. Wir nehmen also die Initiative der APS auf und führen diese gemeinsam kreativ in die Zukunft.

(Bericht von Rainer Oberbillig)

 

Aktivitäten, Angebote und Möglichkeiten

  • Internationale Kongresse für Psychotherapie und Seelsorge im zweijährigen Rhythmus. Der nächste findet vom 01. bis 04. Mai 2022 in Würzburg statt 
  • APS-Vortrag und Mitgliederversammlung im Herbst der kongressfreien Jahre, in Zusammenhang mit der Tagung des Marburger Institutes für Psychotherapie und Seelsorge (MIRP). Ort: Konferenzzentrum Tabor, Marburg 
  • „Empirische Forschung in Psychotherapie und Seelsorge“: Tagung und Workshop zu aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich 
  • Herausgabe von „P&S – Magazin für Psychotherapie und Seelsorge“, der Zeitschrift der APS 
  • Regionaltagungen 
  • Hilfe bei der Gründung von Intervisionsgruppen 
  • Informationsservice: von Mitgliedern verantwortete Fachveranstaltungen werden im großen APS-Verteiler bekanntgemacht, ebenso Stellenangebote von Mitgliedern und Buchveröffentlichungen 

Warum Sie Mitglied in der APS sein sollten …

Die APS ist DIE Plattform für berufsgruppenübergreifenden Austausch für christliche Therapeuten und Seelsorger. In der APS treffen sich über alle Konfessionen hinweg Professionelle, die den Menschen nicht nur auf biologischer, sozialer und psychischer Ebene wahrnehmen, sondern die Spiritualität ganz bewusst in ihr Menschenbild mit einbeziehen. Damit verwandelt sich unsere Arbeit. Klienten spüren, wenn wir sie als geliebtes und wertvolles Geschöpf Gottes wahrnehmen.

Es ist einfach unbezahlbar, während eines Berufslebens mit Gleichgesinnten vernetzt zu sein. Im Austausch erfahren wir Ermutigung, Impulse, Klarheit und Motivation. 

Wäre das auch etwas für Sie?

Jahresbeitrag

  • pro Mitglied: 75,- €
  • für Studierende und Arbeitssuchende 40,- €
  • für Ehepaare insgesamt 110,- €

Im Mitgliedsbeitrag ist der vierteljährliche Bezug der Zeitschrift „P & S - Magazin für Psychotherapie und Seelsorge" eingeschlossen.

Für Studierende bis 25 Jahre ist die Mitgliedschaft unter Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung in den ersten 3 Jahren beitragsfrei.

Dann bitte gleich Unterlagen und Infos für die Mitgliedschaft anfordern unter: info@akademieps.de

 

Wir freuen uns auf Sie!